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25 Gutschein-Ideen für mehr Umsatz im Hotel

Im Gespräch mit Hendrik Kröger, Razvan Lates und Ricardo Hödebeck, aletto Hotels

Online-Marketing 7 Minuten
Es ist unumstritten: seit wir vermehrt auf digitale Marketingmaßnahmen setzen, haben sich unsere Direktbuchungen signifikant erhöht.
Die aletto Hotels verfügen über eines der innovativsten Hotellerie-Konzepte in Berlin und überzeugen außerdem mit zukunftsfähigen Marketingmaßnahmen. Die ursprünglich als Jugendhotel gegründete Hotelmarke hat 2009 mit der Transformation zu hybriden Premium Economy Hotels begonnen und arbeitet stets daran, diese voranzutreiben.

Derzeit bieten zwei Häuser in Berlin, am Ku‘damm sowie am Potsdamer Platz, den verschiedensten Zielgruppen einen interessanten Aufenthalt in der Hauptstadt. Die aletto Hotels überraschen mit ihren wandelbaren Pop-up-Stores im Erdgeschoss. Hier können Unternehmen (internationalen) Besucher:innen High-Involvement-Produkte vorstellen. ADDITIVE sprach mit dem Geschäftsführer der aletto Hotels Hendrik Kröger (im Headerbild) sowie mit Razvan Lates (Head of Sales & Marketing) und Ricardo Hödebeck (Marketing & Communications Manager).
Die aletto Hotels als starke Marke: wofür steht diese und was ist die Vision des Unternehmens?

Die Marke aletto steht für praktische Innovation in der Hotellerie und für italienische Leichtigkeit – elegant, lässig und dabei immer stilvoll. Deshalb lieben wir unsere zeitlose Design-Ausstattung von Vitra, die auf kompaktem Raum bewusst und intuitiv konzipiert wurde.

Als Hybrid-Hotel im „Premium Economy“ – Segment sprechen wir verschiedene Zielgruppen an: Geschäftsreisende, Gruppen, Schulklassen, Paare und auch Familien. Die Diversität unserer Zielgruppen soll und darf in den gemeinschaftlichen Räumen aufeinandertreffen – dennoch haben unsere Gäste unterschiedliche Bedürfnisse und darauf nehmen wir bei der Belegung der Zimmer besonders Rücksicht. Unsere Zimmer sind wandelbar und passen sich somit optimal den Anforderungen unserer Gäste an. Genau wie unsere Pop-up-Stores, die sich in wenigen Minuten völlig verwandeln lassen. Je nach Bedarf und Idee können die Räume somit vielseitig genutzt werden – das macht uns besonders flexibel.

Unser lockeres und herzliches Verständnis von Gästeservice wird bereits im Eingangsbereich unseres neuen Hotels am Potsdamer Platz spürbar. Durch unser offenes Open-Lobby Konzept haben unsere Hotelbesucher:innen direkt alles im Blick – unsere Rezeption, die offene Bar, einen gemütlichen Lounge-Bereich und unser Restaurant – die acucina Italiana. Neben frischen italienischen Gerichten servieren wir an unserer Bar herzhafte, süße und auch vegane Snacks für Zwischendurch und eine große Auswahl verschiedener Kaffeespezialitäten, denn „We Proudly Serve Starbucks“. Als Marke, die für Innovation und italienische Gastlichkeit steht, gehen wir mit unseren hybriden Möglichkeiten und starken Kooperationen die Hotellerie anders an, als bisher bekannt.
Gewähren Sie uns bitte einen Einblick in die strategische Ausrichtung: wird das Portfolio mit den bisherigen zwei Hotels erweitert? Welche Städte werden dabei relevant sein?

Uns ist bei neuen Hotelprojekten die Implementierung unseres Markenkerns besonders wichtig, deshalb setzen wir bei der Expansion auf ein organisches Wachstum. Für uns bedeutet das konkret, dass wir innerhalb einer Zeitspanne von drei bis vier Jahren unseren Bestand um ein weiteres Haus erweitern. Somit stellen wir sicher, dass neue aletto Hotels sorgfältig im Portfolio integriert werden und wir unsere Werte im Kern des neuen Hotels festigen. Außerdem legen wir im Sinne einer Expansion weiterhin Wert auf nachhaltige Partnerschaften und Kooperationen.

In naher Zukunft planen wir innerhalb der EU zu expandieren – Italien ist für uns hier besonders spannend. Denn der „Italian way of life“ hat uns schon immer fasziniert. Das italienische Verständnis von Leichtigkeit – die Sprezzatura – ist tief in unserer Marke verankert. Aus dem Italienischen kommt auch unser Markenname, denn „a letto“ bedeutet „zu Bett“. 
Wie steht es generell um die Digitalisierung in der Hotellerie und wo stehen hierbei die aletto Hotels im Vergleich?

Im Vergleich zu anderen Branchen ist die Digitalisierung im Bereich der Hotellerie meistens noch nicht weitreichend etabliert und angekommen. Die Umstellungen sind oft mit hohen Kosten verbunden, weshalb die Digitalisierung in der Hotellerie je nach Unternehmensgröße und Art sehr variieren kann. Wir haben bereits vor unserer Konzeptanpassung stetig unterschiedliche Bereiche hinsichtlich der Digitalisierung in unseren Hotels umgestellt. In den Bereichen der Energieeffizienz, der Nachhaltigkeit und des digitalen Gäste-Komforts sind wir inzwischen sehr fortschrittlich aufgestellt.
Die Digitalisierung ist für uns ein stetiger Prozess, den wir mit sinnvollen Innovationen angehen.  
Unsere Hotelbesucher:innen können digital bei uns einchecken und im Anschluss unsere digitale Gästemappe nutzen, mit dieser haben sie Zugriff auf unseren Hotelservice. Digitale Panels an der Wand ermöglichen die Steuerung von Temperatur und Beleuchtung in den Zimmern. Bei Stammgästen gehen wir in Zukunft noch einen Schritt weiter, indem wir ihre individuellen Wünsche schon vor der Ankunft anpassen und beispielsweise die passende Zimmertemperatur einstellen können. Um unseren Gästen zudem ein umfangreiches Erlebnis in der Stadt zu bieten, haben wir auf den einzelnen Etagen, im Fahrstuhl und in den gemeinschaftlichen Bereichen digitale Bildschirme integriert. Somit werden unsere Gäste tagesaktuell über Events und Veranstaltungen im Hotel und der näheren Umgebung informiert. Die Digitalisierung ist für uns ein stetiger Prozess, den wir mit sinnvollen Innovationen angehen. 
 
Welchen Stellenwert hat digitales Marketing in Ihren Hotels? Welche Chancen und Risiken sehen Sie?

Digitales Marketing hat bei uns einen besonders hohen Stellenwert – wir optimieren und entwickeln stetig innovative Strategien. Aufgrund unserer unterschiedlichen Zielgruppen spielen wir unser Marketing fokussierter aus. Unsere Gäste erreichen wir überwiegend digital, deshalb findet hier der größte Teil unserer Gästeansprachen und die darauffolgenden Buchungen statt.
Unser Ziel ist es vor allem, unsere Reichweite stetig zu erhöhen – aus diesem Grund investieren wir in hochwertigen Content und Social-Media-Marketing. Erfahrungsgemäß entscheiden sich Gäste basierend auf ansprechendem Content für eine Direktbuchung auf unserer Website – und das ist unsere Intention. Risiken gibt es im digitalen Raum leider auch – vor allem datenschutztechnisch. Hier sichern wir uns immer gemeinsam mit Fachexpert:innen ab. 

Wie sieht Ihr Digital-Marketing-Mix im Moment aus? Welche Plattformen bespielen und bewerben Sie aktiv?

Mit gezieltem Targeting und den internen Erfahrungsdaten optimieren und testen wir auf unterschiedlichen Plattformen unsere Performance. Hierbei spielen Suchmaschinen-Werbeanzeiger (SEA) sowie Social-Ads auf den Plattformen InstagramFacebook und LinkedIn eine große Rolle. Aktuell entwickeln wir außerdem eine Prozessautomatisierung für das Newsletter-Marketing. Insgesamt ist es uns wichtig, breit aufgestellt und mit unseren Inhalten auf den relevanten Plattformen präsent zu sein, um die höchstmögliche Aufmerksamkeit für die Marke aletto zu generieren. 
Bewirken diese Marketing-Aktivitäten messbar mehr Direktbuchungen?

Definitiv, unsere Marketingmaßnahmen haben vor allem in den letzten zwei Jahren, in denen wir zunehmend auf die Digitalisierung gesetzt haben, zu mehr Direktbuchungen geführt. Viele Plattformen unterstützen die Messung unserer Conversions, allerdings ist aufgrund der DSGVO nicht immer zu 100 Prozent messbar, aus welcher Quelle welche Anzahl an Direktbuchungen kommt. Abschließend muss auch die Stornoquote miteinbezogen werden, um eine noch genauere Analyse zu erhalten. 
Wie hoch ist dennoch die Abhängigkeit von OTAs wie z.B. booking.com, expedia.com etc. im Vertrieb?

Da über 50 Prozent unserer Gäste in Gruppen anreisen, ist die Abhängigkeit von OTAs bei uns nicht so hoch wie bei manch anderen Stadthotels. Durch unser digitales Marketing werden wir zunehmend noch unabhängiger von OTAs. 
Gäste- und Reservierungsdaten bieten eine gute Möglichkeit, unser Marketing zielgruppengerechter zu planen. 
Daten sind das Gold des digitalen Zeitalters. Sehen Sie Marketing- & Vertriebs-Potential in der Nutzung von Gäste- und Reservierungsdaten sowie gesammelten Gästeinformationen und deren Affinitäten?

Ja, vor allem im gezielten E-Mail-Marketing mit Hotelnewslettern sehen wir hier großes Potential. Da wir unsere Gäste kennen, können wir ihnen passende Inhalte senden, um erneute Buchungen zu generieren. Die Gäste- und Reservierungsdaten bieten eine gute Möglichkeit, unser Marketing zielgruppengerechter zu planen. 
Gibt es Bestrebungen oder bereits aktive Projekte, Marketing-Maßnahmen zu automatisieren?

Wir möchten Gästedaten zunehmend automatisiert für unser eigenes Marketing nutzen. Beispielsweise durch Schnittstellen zum PMS, hier werden die Daten direkt unseren verschiedenen Zielgruppen zugeordnet. Dies ermöglicht uns ein individuelles Newsletter-Management mit unserem CRM-Programm
Wenn wir über neue, herausragende Hotelkonzepte sprechen, welche Projekte fallen Ihnen dabei als erstes ein?

Das Konzept von 25hours finden wir sehr gut durchdacht und umgesetzt, auch wenn es nicht dem entspricht, was wir mit unserer Marke im Sinn haben. Die Moxy Hotels haben ebenso ein sehr ansprechendes Konzept, vor allem in der Zielgruppenansprache und im Bereich Lifestyle. Herausragende Hotelkonzepte sind unserer Meinung nach Hotels mit einer starken Markenidentität und einer erfolgreichen Zielgruppenansprache. 
Wo steht die Marke “aletto Hotels” in 2030 und welche Erfolgsmeldungen konnte man bis dahin in den Medien lesen?

Im Jahr 2030 wird unser Unternehmenskern sowie unser aletto-Konzept nach wie vor deutlich erkennbar sein – dennoch entwickeln wir uns als Marke stetig weiter und sind offen für Neues. Bei unserer Entwicklung beziehen vor allem das Feedback unserer Gäste mit ein und orientieren uns an der fortschreitenden Digitalisierung.
Wir wollen weiterhin wachsen – organisch und ohne Fremdinvestor:innen oder Franchise-Konzepten. Unsere Pop-up-Stores werden sich in den kommenden Jahren noch mehr etablieren und die aletto Hotels an ihren Standorten zum place-to-be für Interessierte der Kunst-Szene und Veranstalter:innen machen. Bei der Umsetzung legen wir auch in Zukunft besonders Wert auf Kooperationen, die zu uns passen und die einen Mehrwert für unsere Gäste und Besucher:innen bieten.