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Top Online-Marketing-Trends im Tourismus 2020

FachbeitragJanuar 2020 4 Minuten

Die 10 wichtigsten Entwicklungen des kommenden Jahres 2020 im digitalen Tourismus-Marketing.

Um eine effiziente Ausführung von Online-Marketing-Kampagnen zu gewährleisten, die Ergebnisse zu optimieren und sich von der Konkurrenz abzugrenzen, ist es wichtig sich laufend mit neuen Trends auseinanderzusetzen. Folgend einige der relevantesten Entwicklungen des kommenden Jahres im digitalen Tourismus-Marketing.
  • Micro-Influencer
    Das Influencer-Marketing wird 2020 weiterhin eine entscheidende Rolle spielen. Wobei ein besonderes Augenmerk auf der Qualität liegt. Bei den sogenannten Micro-Influencern steht nicht die Anzahl der Follower im Vordergrund, sondern die Authentizität und die Relevanz der veröffentlichten Inhalte. Dabei werden Emotionen und authentische Erlebnisse vermittelt, die vor allem jüngere Zielgruppen zum Besuch einer bestimmten Destination oder zum Aufenthalt in einer bestimmten Unterkunft motivieren. Mehr über Trends in der Teildisziplin Influencer-Marketing bietet der ADDITIVE-Beitrag “Die wich­tigs­ten Trends im In­flu­en­cer-Mar­ke­ting für 2020”
  • Interaktive Inhalte
    Um Emotionen geht es auch im Bereich Content und Storytelling. Den Einsatz von visuellen und interaktiven Inhalten wird sich hier zusätzlich verstärken. Gerade für den Bereich Social-Media können professionelle Videoinhalte mit relativ einfachen Mitteln erstellt werden. Kurze Videos, die die Highlights einer Destination, besondere Veranstaltungen oder die Einrichtung und kulinarischen Spezialitäten eines Hotels zeigen, können potentielle Gäste zu Anfragen und Buchungen animieren. Augmented Reality und Virtual Reality gehen noch einen Schritt weiter. Interaktive Stadtführungen, virtuelle Rundgänge oder 360°-Inhalte bieten vor und während eines Aufenthalts besondere Erlebnisse für (potentielle) Gäste. 

  • Social-Media-Listening
    Um zielgruppenorientierte Angebote und Leistungen zu erstellen, bedarf es einer immer genaueren Analyse der Kundenwünsche. Hier kommt das Social-Media-Listening zum Einsatz, welches Online-Konversationen und -Diskussionen zu spezifischen Themen, Produkten oder Marken auswertet. Gerade im Bereich Tourismus können die gewonnen Erkenntnisse helfen, Trends zu identifizieren, neue und innovative Produkte zu entwickeln sowie die Zufriedenheit der Gäste zu steigern.
  • Nutzergenerierte Inhalte
    Nutzergenerierter Content wie Bewertungen, Videos oder andere visuelle Inhalte haben einen starken Einfluss auf Kauf- und Buchungsentscheidungen. Laut einer Studie von Stackla, dem Anbieter einer Visual-Content-Plattform, lassen sich 79 Prozent der User von nutzergenerierten Inhalten beeinflussen. Diese Art von Content wirkt authentisch und weckt das Vertrauen in eine Marke oder ein Unternehmen. Um Neukunden effizienter zu erreichen und die Bindung bestehender Kunden zu stärken, wird es daher immer wichtiger, nutzergenerierte Inhalte aktiv in Kampagnen einzubauen und diese beispielsweise auf Social-Media-Kanälen oder auf der Internetseite zu präsentieren.
  • Marketing-Automation 
    Für die Verbesserung von Prozessen und Optimierung von Kampagnen werden die Themen Automation und Big Data weiter an Bedeutung gewinnen. Die Nutzung von Buchungs- und Gästedaten sowie die Marketing-Automation helfen dabei, Kunden und Gäste gezielt und zum geeigneten Zeitpunkt anzusprechen sowie relevante Angebote zu erstellen. Dadurch wird der Service für Gäste und Kunden erhöht, die Effizienz der Marketing-Maßnahmen verbessert und letztendlich der Umsatz gesteigert. 
  • Minimalismus
    Die stetig steigende Nutzung von mobilen Endgeräten, vor allem beim Lesen von E-Mails, führt dazu, dass auch Inhalte von Newsletter und Mailings immer stärker angepasst werden müssen. Die Aufmerksamkeitsspanne auf einem Smartphone ist bedeutend geringer als bei einem Desktop-Gerät. Ein minimalistisches Design und kürzere Texte, die nur relevante Informationen beinhalten und den Empfängern helfen, eine Buchungs- beziehungsweise Kaufentscheidung in einer kürzeren Zeitspanne zu treffen, sind effizienter und tragen zur Verbesserung der Conversion-Rate bei. 

  • Fragmentierte Customer Journey 
    Aufgrund der zahlreichen verfügbaren Endgeräte und Kanäle, zeichnet sich bei der Customer Journey eine immer stärkere Fragmentierung ab. Während erste Informationen zu einem Produkt, Unternehmen oder einer Destination meist auf Smartphones oder Tablets gesucht werden, werden Kaufabschlüsse oder Buchungen anschließend auf Desktop-Geräten getätigt. Die Herausforderung besteht darin, die Nutzer und potentiellen Kunden über all diese Geräte und über verschiedene Plattformen zu verfolgen und diese den verschiedenen Phasen der Customer Journey zuzuordnen. Die Wahl eines passenden Attributions-Modells kann hier helfen, einen Überblick über die Touchpoints zu erhalten und Online-Marketing-Kampagnen entsprechend zu verbessern. 
  • Zero-Click-Suchen 
    Der steigende Einsatz mobiler Endgeräte beeinflusst zudem die Art und Weise, wie Suchmaschinen genutzt werden. Google will es den Nutzern so einfach wie möglich machen, die gewünschten Ergebnisse zu finden, ohne zu viele Klicks auf dem Bildschirm tätigen zu müssen. Funktionen wie die sogenannte “Nutzer fragen auch”-Box oder Featured Snippets, welche die Fragen direkt in den Suchergebnissen beantworten, tragen dazu bei. Man spricht hier von Zero-Click-Suchen, da es nicht nötig ist, eine bestimmte Internetseite anzuklicken, um eine Antwort zu erhalten. 

  • Tracking/Privacy
    Nach der Einführung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) im Mai 2018 bleiben die Themen Privacy und Tracking weiterhin aktuell. Nachdem bereits Safari, Mozilla Firefox sowie weitere kleinere Browser-Anbieter Anti-Tracking-Funktionen integriert und Beschränkungen für Cookies eingeführt haben, will Google nun ebenso Maßnahmen in diesem Bereich umsetzen. In zwei Jahren soll der Browser des amerikanischen Technologieunternehmens keine Third-Party-Cookies (Cookies von Drittanbietern) mehr unterstützen. 
  • Marketing als “Erlebnis” 
    Nutzergenerierter Content, Interaktivität, Emotionalisierung, Authentizität - viele der Online-Marketing-Trends im Tourismus 2020 lassen sich auf einen gemeinsamen Nenner bringen: Das Marketing entfernt sich immer mehr von der reinen Werbung und wird zu einem “Erlebnis”. Unternehmen und Marken schaffen es ihre (potentiellen) Kunden und Gäste durch kreative, interaktive und authentische Inhalte zu motivieren und stärken dadurch die positive Markenwahrnehmung sowie die Kundenbindung.