Fachbeitrag

Conversion Rate für Hotels optimieren: 5 Schritte zu mehr Buchungen

4 min
16 December 2020
Mann zeichnet ein Diagramm, bei dem die Balken stetig größer werden, um Wachstum oder Fortschritt durch die Conversion-Rate-Optimierung darzustellen

Conversion Rate für Hotels optimieren: 5 Schritte zu mehr Buchungen

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Steigern Sie Ihre Conversion-Rate mit gezielten Strategien! Dieser Beitrag zeigt Ihnen, wie Sie in fünf entscheidenden Schritten Ihre Webseite optimieren und mehr aus Ihrem Traffic herausholen.

Das Wichtigste in Kürze:
  • Zieldefinition: Hotels sollten vor jeder Optimierung festlegen, ob mehr Reservierungsanfragen, Direktbuchungen, Gutscheinverkäufe oder Gästekontakte erreicht werden sollen.
  • Analyse: Conversion-Optimierung beginnt mit der Frage, an welcher Stelle Website-Besucher die Anfrage- oder Buchungsstrecke verlassen.
  • Testverfahren: Änderungen an Texten, Buchungsbuttons, Formularen oder Seitenelementen sollten als Varianten getestet und nicht allein nach persönlichem Eindruck bewertet werden.
  • Erfolgsmessung: Entscheidend ist nicht nur eine höhere Conversion Rate, sondern ob daraus mehr qualifizierte Buchungen, Reservierungsumsatz und wirtschaftlicher Nutzen entstehen.
  • Kontinuität: Conversion-Rate-Optimierung ist kein einmaliges Projekt, sondern ein wiederkehrender Prozess aus Analyse, Hypothese, Test und Auswertung.

Eine Conversion bezeichnet eine zuvor definierte Handlung, die ein Website-Besucher ausführt. Für Hotels ist die direkte Online-Buchung meist das wirtschaftlich wichtigste Ziel. Je nach Seite können jedoch auch eine Reservierungsanfrage, ein Gutscheinverkauf, eine Newsletter-Anmeldung oder ein neu gewonnener Gästekontakt als Conversion gelten. Vor der Optimierung sollte deshalb eindeutig festgelegt werden, welche Handlung verbessert und gemessen werden soll.

Was bedeutet Conversion-Rate-Optimierung für Hotels?

Die Conversion-Rate-Optimierung ist ein systematisches Verfahren, um den vorhandenen Traffic auf einer Internetseite effektiv auszuschöpfen und so mehr Conversions zu erzielen. Es geht primär darum, durch Beobachtung, Analyse und anschließende Verbesserung verschiedener Komponenten einer Internetseite eine langfristige Steigerung der Conversion-Rate und somit eine Umsatzsteigerung für den Betrieb zu erlangen.

Da sich verschiedene Web-Projekte in ihrer Optik und in ihrer Zielsetzung stark voneinander unterscheiden, ist es nicht möglich, eine allgemein gültige Lösung für die Conversion-Rate-Optimierung zu definieren. Von einzelnen Seitenelementen wie Überschriften, Texten und Bildern bis hin zu Suchfunktionen und Formularen können alle Bereiche einer Internetseite Optimierungspotential bergen. 

"Der gesamte Prozess lässt sich in fünf Schritten durchführen, die sich dann nach Abschluss in einem Kreislauf wiederholen."
- Armin Gögele, Head of Customer Success Management

Der gesamte Prozess lässt sich in fünf Schritten durchführen, die sich dann nach Abschluss in einem Kreislauf wiederholen. Die Conversion-Rate-Optimierung versteht sich nicht als einmalige Durchführung eines Projektes, sondern vielmehr als kontinuierliches Verfahren, das durch ständiges Optimieren die Weiterentwicklung einer Internetseite ermöglicht.  

Typische Conversion-Ziele einer Hotelwebsite

Bei Hotelwebsites hat eine Conversion unterschiedliche Ziele. Wirtschaftlich besonders relevant sind direkte Online-Buchungen und qualifizierte Reservierungsanfragen. Je nach Seite können auch Gutscheinverkäufe, Newsletter-Anmeldungen oder neu gewonnene Gästekontakte als Conversion gelten. Vor jeder Optimierung muss deshalb feststehen, welches konkrete Ziel verbessert werden soll.

Conversion Rate der Hotelwebsite in 5 Schritten optimieren

Schritt 1: Conversion-Hürden auf der Hotelwebsite analysieren

Am Anfang der Conversion-Rate-Optimierung steht eine fundierte Analyse. Quantitative Daten zeigen, wie sich Website-Besucher verhalten und an welchen Stellen messbare Verluste entstehen. Dazu zählen beispielsweise Sitzungen, Herkunftskanäle, Abbruchraten, Formularabschlüsse und die Conversion Rate.

Qualitative Methoden helfen anschließend dabei, die Ursachen hinter diesen Zahlen besser zu verstehen. Interviews, Umfragen, Usability-Tests, Beobachtungen, Heatmaps oder Session Recordings können Hinweise darauf geben, warum Nutzer eine Anfrage oder Buchung nicht abschließen.

Ein Hotel kann beispielsweise prüfen, an welchem Schritt der Buchungsstrecke besonders viele mobile Nutzer abbrechen. Erst die Verbindung aus quantitativen Daten und qualitativen Erkenntnissen schafft eine belastbare Grundlage für die weitere Optimierung.

Schritt 2: Hypothesen für mehr Anfragen und Buchungen formulieren

Aus den Ergebnissen der Analyse werden konkrete Hypothesen abgeleitet. Eine Hypothese beschreibt, welche Änderung vorgenommen werden soll, welches Nutzerproblem sie löst und welche Wirkung erwartet wird.

Ein Beispiel: Wenn Preisvorteile der Direktbuchung unmittelbar am Buchungsbutton sichtbar werden, steigt voraussichtlich die Zahl abgeschlossener Buchungen. Eine solche Hypothese ist klar überprüfbar und verbindet die geplante Änderung direkt mit einem messbaren Ziel.

Nicht jede Idee sollte sofort umgesetzt werden. Für die Priorisierung empfiehlt sich eine Bewertung nach vier Kriterien:

  • erwartete Wirkung auf Anfragen oder Buchungen,
  • Stärke der vorhandenen Datenbasis,
  • erforderlicher Umsetzungsaufwand,
  • Nähe der Änderung zum Buchungsabschluss.

Änderungen an der Buchungsstrecke oder am Anfrageformular sollten in der Regel höher priorisiert werden als rein kosmetische Anpassungen ohne erkennbaren Einfluss auf die Buchungsentscheidung.

Schritt 3: Varianten für Seitenelemente und Buchungsstrecke erstellen

Auf Grundlage der Hypothese werden eine oder mehrere Varianten entwickelt. Dabei sollte jeweils nur so viel verändert werden, dass die Wirkung der Anpassung später eindeutig bewertet werden kann.

Getestet werden können beispielsweise unterschiedliche Buchungsbuttons, Angebotsdarstellungen, Anfrageformulare oder Direktbuchungsvorteile. Auch die Position eines Call-to-Action, die Reihenfolge von Inhalten oder die Verständlichkeit eines Formulars können die Conversion-Rate beeinflussen.

Wichtig ist, dass jede Variante auf eine konkrete Hypothese zurückgeht. Änderungen sollten nicht allein deshalb getestet werden, weil sie gestalterisch ansprechender wirken.

Schritt 4: Änderungen mit A/B-Tests prüfen

In der Testphase werden die bestehende Version und die neue Variante unter vergleichbaren Bedingungen gegenübergestellt. Bei einem A/B-Test sieht ein Teil der Website-Besucher Variante A, während ein anderer Teil Variante B erhält.

Variante A kann beispielsweise den regulären Buchungsbutton zeigen, während Variante B zusätzlich einen konkreten Direktbuchungsvorteil nennt. Anschließend wird geprüft, welche Version häufiger zu einer Anfrage oder Buchung führt.

Ein Test sollte nicht allein nach wenigen einzelnen Abschlüssen oder kurzfristigen Schwankungen beendet werden. Entscheidend sind eine ausreichende Datenbasis, ein vergleichbarer Testzeitraum und eine klare Definition der zu messenden Conversion.

Schritt 5: Ergebnisse anhand von Anfragen und Buchungen auswerten

Nach Abschluss des Tests werden die Ergebnisse ausgewertet. Dabei sollte nicht nur geprüft werden, welche Variante die höhere Klick- oder Conversion-Rate erzielt hat. Entscheidend ist, ob daraus mehr qualifizierte Anfragen, Direktbuchungen und Reservierungsumsatz entstanden sind.

Je nach technischer Messbarkeit sollten Hotels unter anderem folgende Kennzahlen betrachten:

  • Anzahl direkter Reservierungsanfragen,
  • Anzahl abgeschlossener Direktbuchungen,
  • Buchungswert beziehungsweise Reservierungsumsatz,
  • Kosten pro Buchung,
  • Stornoquote oder Qualität der Buchungen.

Eine höhere Conversion-Rate ist nicht automatisch wirtschaftlich besser. Eine Variante kann beispielsweise mehr Abschlüsse erzeugen, aber gleichzeitig zu einem niedrigeren durchschnittlichen Buchungswert oder einer höheren Stornoquote führen. Deshalb sollte die Bewertung immer anhand der tatsächlichen Wirkung auf Buchungen und Umsatz erfolgen.

Die Ergebnisse bilden zugleich die Grundlage für den nächsten Optimierungszyklus. Erfolgreiche Varianten können übernommen, nicht bestätigte Hypothesen verworfen und neue Optimierungspotenziale untersucht werden.

Fazit: Conversion-Optimierung stärkt den direkten Hotelvertrieb

Gerade für Hotelbetriebe lohnt sich der Aufwand einer conversion-optimierten Internetseite. Sie unterstützt Betriebe dabei, ihren Umsatz nachhaltig zu steigern. Die richtige Optimierung und somit die positive Nutzererfahrung 

Die Optimierung einer Internetseite hin auf die Conversion Rate ist als systematischer und vor allem kontinuierlicher Prozess zu verstehen, der nach Abschluss von Neuem anfängt. Mehr über die einzelnen Methoden der Conversion-Rate-Optimierung sowie generell zu den Begriffen Conversion und Conversion Rate finden sich im Beitrag "Der systematische Prozess hinter der Conversion-Rate-Optimierung: Definition, Begriffe und Methoden".

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Häufige Fragen zur Conversion Rate von Hotelwebsites

Wie berechnet ein Hotel die Conversion Rate?

Die Conversion Rate zeigt, welcher Anteil der relevanten Website-Besucher eine zuvor definierte Handlung ausführt. Sie wird berechnet, indem die Anzahl der Conversions durch die Zahl der zugrunde gelegten Website-Besuche oder Nutzer geteilt und das Ergebnis mit 100 multipliziert wird.

Formel:
Conversion Rate = Conversions ÷ Website-Besuche × 100

Erzielt eine Hotelwebsite beispielsweise 40 Direktbuchungen bei 2.000 relevanten Website-Besuchen, beträgt die Conversion Rate 2 Prozent.

Entscheidend ist, dass das Bezugsmodell während der Auswertung einheitlich bleibt. Hotels sollten nicht in einem Zeitraum Sitzungen und in einem anderen Zeitraum Nutzer als Berechnungsgrundlage verwenden. Auch die Definition der Conversion muss unverändert bleiben. Nur so lassen sich Zeiträume, Kampagnen oder Website-Varianten verlässlich vergleichen.

Bei längeren Buchungsentscheidungen kann außerdem eine kanalübergreifende Betrachtung notwendig sein. Ein Gast besucht eine Hotelwebsite möglicherweise mehrmals oder über verschiedene Endgeräte, bevor die Buchung abgeschlossen wird.

Welche Conversions sind für eine Hotelwebsite wichtig?

Die wichtigste Conversion einer Hotelwebsite ist in der Regel eine abgeschlossene Direktbuchung. Welche weiteren Handlungen als Conversion gewertet werden sollten, hängt jedoch vom Seitentyp, dem Angebot und dem jeweiligen Kampagnenziel ab.

Relevante Conversions für Hotels sind insbesondere:

  • abgeschlossene Direktbuchungen,
  • qualifizierte Reservierungsanfragen,
  • Gutscheinverkäufe,
  • Newsletter-Anmeldungen,
  • neu gewonnene Gästekontakte,
  • Anfragen zu Veranstaltungen, Wellnessangeboten oder Gruppenreisen.

Nicht jede Handlung besitzt den gleichen wirtschaftlichen Wert. Der Klick auf einen Buchungsbutton ist beispielsweise noch keine Buchung. Hotels sollten deshalb zwischen vorbereitenden Mikro-Conversions und wirtschaftlich relevanten Haupt-Conversions unterscheiden.

Als Mikro-Conversion kann etwa der Aufruf der Buchungsstrecke gelten. Die abgeschlossene Direktbuchung ist dagegen eine Haupt-Conversion. Diese Unterscheidung erleichtert es, Abbruchstellen zu erkennen und den tatsächlichen Beitrag der Website zu Reservierungen und Umsatz zu bewerten.

Welche Faktoren senken die Conversion Rate einer Hotelwebsite?

Eine niedrige Conversion Rate entsteht häufig nicht durch einen einzelnen Fehler, sondern durch mehrere Hürden entlang der Anfrage- oder Buchungsstrecke.

Typische Ursachen sind:

  • unklare oder austauschbare Angebotsbeschreibungen,
  • langsame Ladezeiten,
  • komplizierte oder zu lange Formulare,
  • schlechte Bedienbarkeit auf mobilen Geräten,
  • nicht erkennbare Direktbuchungsvorteile,
  • fehlende Preis- oder Buchungstransparenz,
  • widersprüchliche Informationen zwischen Website und Buchungsstrecke,
  • Medienbrüche oder Weiterleitungen auf technisch und gestalterisch abweichende Systeme,
  • unklare Call-to-Actions,
  • fehlende Vertrauenselemente wie Bewertungen, Stornobedingungen oder sichere Zahlungsinformationen.

Welche Faktoren im konkreten Hotel entscheidend sind, sollte nicht allein anhand allgemeiner Annahmen beurteilt werden. Belastbare Hinweise liefern quantitative Daten wie Abbruchraten und Formularabschlüsse sowie qualitative Methoden wie Usability-Tests, Heatmaps, Session Recordings oder Gästebefragungen.

Auch saisonale Nachfrage, Preise, Verfügbarkeiten und der Anteil mobiler Nutzer können die Conversion Rate beeinflussen. Ein Vergleich ist deshalb nur sinnvoll, wenn Zeitraum, Zielgruppe, Endgerät und Conversion-Ziel berücksichtigt werden.

Wie lässt sich die Conversion Rate eines Hotels verbessern?

Die Conversion Rate lässt sich am zuverlässigsten durch einen strukturierten und wiederkehrenden Optimierungsprozess verbessern.

Zunächst muss feststehen, welche Conversion gesteigert werden soll. Anschließend werden anhand von Website-, Buchungs- und Kampagnendaten konkrete Abbruchstellen identifiziert. Aus diesen Erkenntnissen entstehen überprüfbare Hypothesen, die mit klar abgegrenzten Varianten getestet werden.

Ein Beispiel: Die Analyse zeigt, dass viele mobile Nutzer die Buchungsstrecke unmittelbar vor dem Abschluss verlassen. Eine mögliche Hypothese lautet, dass unklare Stornobedingungen die Buchungsentscheidung erschweren. Daraufhin kann eine Variante getestet werden, die die Bedingungen früher und verständlicher darstellt.

Ein belastbarer Optimierungsprozess umfasst fünf Schritte:

  • Conversion-Ziel eindeutig definieren.
  • Abbruchstellen und Nutzerverhalten analysieren.
  • Eine überprüfbare Hypothese formulieren.
  • Varianten mit einem geeigneten Testverfahren vergleichen.
  • Ergebnisse anhand von Buchungen, Buchungswert und Umsatz bewerten.

Änderungen sollten nicht allein nach persönlichem Geschmack oder aktuellen Gestaltungstrends umgesetzt werden. Aussagekräftiger ist die Verbindung aus Nutzerdaten, Hotel- und Buchungsdaten sowie kontrollierten Tests. Besonders relevant sind Optimierungen an Elementen, die unmittelbar vor einer Anfrage oder Buchung liegen.

Warum reicht die Conversion Rate allein nicht zur Erfolgsmessung?

Die Conversion Rate zeigt, wie häufig eine definierte Handlung ausgeführt wird. Sie sagt jedoch nicht automatisch aus, ob die Änderung auch wirtschaftlich erfolgreich ist.

Eine Variante kann beispielsweise mehr Buchungen erzeugen, gleichzeitig aber zu einem niedrigeren durchschnittlichen Buchungswert, kürzeren Aufenthalten oder einer höheren Stornoquote führen. Ebenso kann eine Newsletter-Kampagne viele Abschlüsse erzielen, ohne dass daraus qualifizierte Buchungen entstehen.

Hotels sollten die Conversion Rate deshalb gemeinsam mit weiteren Kennzahlen betrachten:

  • Anzahl qualifizierter Reservierungsanfragen,
  • Anzahl abgeschlossener Direktbuchungen,
  • durchschnittlicher Buchungswert,
  • Reservierungsumsatz,
  • Kosten pro Buchung,
  • Stornoquote,
  • Aufenthaltsdauer,
  • Buchungsqualität und Deckungsbeitrag, sofern messbar.

Erst die Verbindung von Website- und Kampagnendaten mit tatsächlichen Reservierungen und Umsatz zeigt, ob eine Optimierung wirtschaftlich relevant ist. Die Conversion Rate bleibt eine wichtige Kennzahl, sollte aber nicht isoliert als alleiniger Erfolgsnachweis verwendet werden.

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