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Vorteile und Risikofaktoren von holistischem SEO-Content

FachbeitragFebruar 2019 5 Minuten
Bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO) spielt die Erstellung und Verbesserung von relevanten Inhalten auf Internetseiten eine wichtige Rolle. Ein Konzept, das in der SEO-Branche kontinuierlich diskutiert wird, ist der holistische oder ganzheitliche Content. Es geht dabei darum, ein Thema auf einer Seite umfangreich und aus unterschiedlichen Perspektiven zu behandeln, um dadurch die bestmögliche Antwort auf Suchanfragen bieten zu können. Verschiedene Gründe sprechen für den Einsatz von holistischen Inhalten. Gleichzeitig sollte aber von Fall zu Fall entschieden werden, auf welche Art der Content am besten präsentiert wird. In folgendem Beitrag werden Vorteile und Risikofaktoren näher betrachtet.

Vorteile von holistischem Content
Die Suchmaschine Google arbeitet mit immer raffinierteren Algorithmen und kann inzwischen verstehen, wenn verschiedene Suchanfragen dieselbe Intention haben. Holistischer Content kann sich diese Funktion zunutze machen, beispielsweise bei Longtail Keywords. “Long Tail” bezeichnet jene Art von Suchanfragen, welche sich aus mehreren Keyword-Kombinationen ergeben. Durch die besser arbeitenden Algorithmen führen Longtail Keywords, die unterschiedlich formuliert sind, aber dieselbe Suchintention haben, nicht mehr zu unterschiedlichen Ergebnissen, sondern werden von Google gebündelt. Folglich können themenverwandte Inhalte und die dazu passenden Suchbegriffe auf einer einzigen Seite zusammengefasst werden. Ein konkretes Beispiel sind die Longtail Keywords "4 sterne wellnesshotel südtirol", "4 sterne spa hotel südtirol", "wellness spa hotels südtirol" und "wellness und spa hotel in südtirol", bei denen Google trotz sprachlicher Unterschiede dieselbe Suchabsicht erkennt.

Der holistische Content führt des Weiteren dazu, dass Nutzer länger auf einer Seite bleiben. Dies steht nicht nur im Zusammenhang mit den umfangreicheren Inhalten, sondern auch mit der Qualität der gelieferten Informationen. Wenn relevante Inhalte bereitstehen, ist es für die Nutzer nicht mehr nötig, die Suche zu erweitern und Seiten anderer Unternehmen zu besuchen. Dies führt dazu, dass eine stärkere Kundenbindung zwischen Nutzer und Unternehmen hergestellt wird. Der Nutzer wird durch die hochwertigen und nützlichen Inhalte überzeugt und gewinnt mehr Vertrauen in ein Unternehmen oder eine Marke. Durch dieses gesteigerte Vertrauen ist der Nutzer wiederum eher zu einer Conversion (mehr zum Begriff “Conversion” im ADDITIVE-Glossar) bereit.

Außerdem berücksichtigt Google bei der Qualitätsbeurteilung des Contents vermehrt das Nutzerverhalten und die Nutzersignale. Die Erstellung von hochwertigem Content, welcher einen konkreten Nutzen für die User hat, erhöht die Chancen auf eine gute Positionierung in der Suchmaschine. Google beurteilt die Inhalte nämlich danach, ob sie bei den Nutzern gut ankommen und ob diese finden, wonach sie gesucht haben. Werte wie die Absprungrate, Verweildauer und Anzahl der Seitenaufrufe sind dabei wichtige Beurteilungskriterien.

Worauf sollte man bei einem holistischen Text achten?
Ein holistischer Text befasst sich mit zahlreichen Teilaspekten eines Themas und ist deshalb sehr umfangreich. Dabei läuft man Gefahr, unnötig lange und unübersichtliche Texte zu erstellen. Es ist dementsprechend relevant, ein gutes Gleichgewicht zwischen Qualität und Länge zu finden. Der Mehrwert der Inhalte sollte immer im Vordergrund stehen und die Informationen sollten so aufbereitet werden, dass alle relevanten Schlagwörter zum Thema beinhaltet sind, dass der Leser die gewünschten Informationen leicht findet und ein angenehmer Lesefluss garantiert ist. Es geht nicht darum, möglichst lange Texte mit möglichst vielen Informationen zu erstellen, sondern gezielt und umfassend zu informieren, sodass keine Fragen zum Thema mehr offen bleiben.

Um eine gute Strukturierung zu gewährleisten, ist es wichtig, kurze und prägnante Sätze sowie sinnvolle, interessante Überschriften zu verwenden und Wiederholungen zu vermeiden. Ebenso ist eine verständliche und übersichtliche Aufbereitung von großer Bedeutung. Ein Inhaltsverzeichnis, Aufzählungszeichen, Zwischenüberschriften und Unterpunkte können dabei helfen, einen guten Überblick zu liefern. Der Unterhaltungswert kann zudem durch das Einfügen verschiedener zusätzlicher Elementen wie Videos, Fotos oder Tabellen erhöht werden. Gleichzeitig dienen solche Elemente dazu, den Text etwas aufzulockern. Die kontinuierliche Pflege und Optimierung der Texte spielt ebenfalls eine große Rolle. Dabei ist stets darauf zu achten, dass aktuelle Informationen, Erkenntnisse und Zahlen bereitgestellt werden.

Bei der Zusammenfassung von Inhalten auf einer Internetseite ist es zudem erforderlich, die User Experience in den Mittelpunkt zu stellen. Es ist sinnvoll Suchbegriffe zu bündeln, welche sich thematisch überschneiden. Für unterschiedliche Themen ist es aber nach wie vor nötig, verschiedene Seiten zu erstellen. In einigen Fällen kann es außerdem von Vorteil sein, ein Thema aufzuteilen und verschiedene Aspekte auf unterschiedlichen Seiten zu behandeln. Dies gilt vor allem, wenn Texte zwar themenverwandt sind, sich aber in verschiedenen Punkten stark unterscheiden oder wenn die einzelnen Teilaspekte umfassend und relevant genug sind, um eigene Seiten damit zu befüllen.
Um Nutzer davon zu überzeugen, die Seite zu besuchen, wird außerdem ein Alleinstellungsmerkmal benötigt. Der Content sollte den Nutzern einen Mehrwert bieten und die Inhalte von jenen der Konkurrenz abheben. Auch die Länge ist von den Bedürfnissen der Nutzer abhängig. Je nach Thema und Nutzerintention gilt es abzuwägen, ob eine lange, ausführliche Antwort oder knappe, präzise Fakten benötigt werden. Darüber hinaus werden immer mehr Inhalte mobil konsumiert. Durch zu lange Texte können in diesem Zusammenhang Schwierigkeiten auftauchen, da es für den Nutzer aufwändiger ist, die gewünschten Informationen zu finden.

Title Tags und Meta Descriptions stellen ein weiteres Limit für den Umfang holistischer Inhalte dar. Bei Title Tags handelt es sich um jene Textabschnitte, die in der Titelleiste des Browsers sowie als Überschrift der Seite bei den Suchergebnissen angezeigt werden und welche dem Nutzer einen ersten Eindruck von den Inhalten verschaffen. Ebenso erscheinen Meta Descriptions bei den Suchergebnissen von Google. Es sind jene Texte, die den Inhalt der Internetseite in circa 160 Zeichen zusammenfassen und dem Besucher helfen, zu verstehen welche Informationen er finden wird. Beide Elemente sind Teil der Onpage-Optimierung. Pro Zielseite können nur jeweils ein Title Tag und eine Meta Description zugeordnet werden. Diese dürfen nicht zu allgemein sein und sollten das behandelte Thema ausreichend beschreiben, um den Nutzern genügend Informationen und den passenden Anreiz für einen Besuch der Seite zu liefern. Im Umkehrschluss darf das Thema einer Seite nicht allzu weitläufig behandelt werden. Es ist ratsam, die Inhalte sinnvoll zu bündeln, sodass präzise und relevante Title Tags und Meta Descriptions wie in folgenden Beispielen verfasst werden können:
Fazit 
Holistischer Content bietet zahlreiche Vorteile und kann helfen, die Positionierung in Suchmaschinen zu verbessern. Diese Methode ermöglicht es, themenverwandte Inhalte zu bündeln und den Nutzern eine bessere User Experience mit detaillierten und interessanten Zielseiten zu gewährleisten. Gleichzeitig muss von Fall zu Fall abgewogen werden, wie umfangreich der Content sein sollte. Dafür ist eine gute Analyse des Nutzerverhaltens und der Konkurrenz nötig. Letztendlich entscheidet nicht die Länge eines Textes, sondern die Qualität und der Mehrwert für den Internetnutzer. Bei der Erstellung von Inhalten aus Gesichtspunkt der Suchmaschinenoptimierung ist es somit von größter Bedeutung, qualitativ hochwertigen Content zur Verfügung zu stellen.