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Die touristische Sprache im Wandel

Touristik-News eine Minute
Die touristische Sprache ist im ständigen Wandel und das Thema verbale Kommunikation im Tourismus ist daher stets aktuell. Beim DestinationCamp Hamburg 2019 wurden die neuesten Trends in diesem Bereich diskutiert. Die Ausgabe 01/2019 des Magazins “Tourismus Aktuell”, herausgegeben von der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg, beschäftigt sich ebenfalls mit der Thematik.
Ein aktueller Trend liegt darin, dass Hotels und Tourismusdestinationen ihre Gäste auf Internetseiten und in sozialen Netzwerken immer öfter mit “Du” ansprechen, um mehr Nähe zu den Nutzern aufzubauen. Hier gilt es, die passende Tonalität für die gewünschten Zielgruppen zu finden. Beispielsweise wirkt eine Anrede mit “Du” bei jungen Gästen und Familien authentisch, für den Kulturbereich eignet sie sich hingegen nicht. 
Darüber hinaus werden touristische Texte zunehmend kürzer, man findet darin einfachere Sätze und der Tonfall nähert sich immer mehr der gesprochenen Sprache. Einige Gründe für diesen sprachlichen Wandel stehen im Zusammenhang mit den technischen Entwicklungen. Heute werden Texte meist auf dem Smartphone gelesen. Hier sollten Informationen kompakt und schnell zu erfassen sein, da Nutzer nicht lange scrollen möchten, um die gewünschten Inhalte zu finden. Zudem wird die Sprache von der lockeren und persönlichen Kommunikation auf Social-Media-Plattformen wie Facebook und Instagram beeinflusst. 
Änderungen beobachtet man auch im Printbereich bei Reiseführern, Pressemitteilungen oder Zeitungsartikeln. Dies liegt daran, dass viele Printtexte zusätzlich online veröffentlicht werden und somit SEO-optimiert sein müssen. Gleichzeitig werden Texte in allen Bereichen emotionaler, was mit der wachsenden Relevanz von Storytelling zusammenhängt. “Seit einigen Jahren geht’s uns weniger darum, viele Fakten zu vermitteln, sondern Geschichten zu erzählen – und dabei durchaus emotionaler zu werden.”, so Rainer Eisenschmid, Chefredakteur der traditionsreichen Baedeker Reiseführer. 
Die deutsche PR-Fachfrau und Dozentin Petra van Laak empfiehlt, jenen Tonfall zu wählen, welcher zur eigenen Zielgruppe am besten passt und diesen konsequent auf allen Kommunikationskanälen zu verwenden. Zwischen den verschiedenen Kanälen darf es durchaus Variationen geben, wie beispielsweise eine sehr lockere Kommunikation auf Facebook und eine etwas förmlichere Ansprache in E-Mails. Das Unternehmen sollte jedoch immer anhand des Sprachgebrauchs wiedererkennbar sein.